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Levan Andria

Ich bin 1996 in einem musikalischen Haus geboren. Mein Vater ist Cellist aus Deutschland und meine Mutter Geigerin und Sängerin aus Georgien. So höre ich schon früh viel Musik dieser meiner ersten Lehrer. Nachdem ich mich im Alter von 5 Jahren für das Cello entscheide und eine erste Einweihung von meinem Vater bekomme, beginne ich mit 7 Jahren bei Jochen Kefer Cellostunden zu nehmen. In den kostbaren Jahren 2009 - 2011 wechsle ich zu Joachim Hess, bevor ich im Alter von 15 Jahren meinen Cellolehrer, Conradin Brotbek, kennenlerne, Vorstudent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart werde und bis zur heutigen Stunde bei ihm Wunderbares lernen darf.

Schon früh begeistern mich neben der Klassischen Musik auch andere Musikrichtungen und ich entdecke durch die Gitarre, welche ich im Gegensatz zum Cello weitestgehend autodidaktisch erlerne, die Improvisation für mich. Damals ist es mir jedoch noch unvorstellbar, dass man auch auf dem Cello improvisieren könnte, da ich mich mit meinem Hauptinstrument auf dem konventionellen klassischen Weg befinde. Dieser führt über erste Bundespreise bei „Jugend musiziert“ in der Solo- und Kammermusikwertung, welche dann wiederum Türen öffnen für das Landesjugendorchester Baden-Württemberg, Stipendien, Konzerte und Instrumentenstiftungen. Alles wertvolle Erfahrungen auf dem musikalischen Weg, welcher mich nach dem Abitur im Jahre 2015 schließlich ins Musikstudium führt. Dort vertiefe ich vor allem das Kammermusikspiel in verschiedensten Besetzungen, welches eines meiner Herzensanliegen ist und mich für Konzerte u.a. schon nach Georgien, Malta und China geführt hat.

Dabei bekomme ich Unterricht bei u.a. Peter Buck und Stefan Fehlandt an der Musikhochschule Stuttgart. Ein großes Glück und der endgültige Beginn meiner Beziehung zur Improvisation ist die Begegnung mit Zaza Miminoshvili im Herbst 2015, bei dem ich, an der von ihm gegründeten „Ziryab-Akademie“ für Weltmusik, daraufhin viel lernen darf und schließlich 2017 Stephanie und ihren wunderbaren Bansuri-Klang kennenlerne. Das fortan mit ihr wachsende Duo Flying Tree ist ein großes Geschenk auf dem Weg einer mir sich neu eröffnenden freien, kreativen Art, Musik zu leben. Durch Stephanie begegne ich darauf 2018 einem weiteren wichtigen Lehrer, dem Bansuri-Meister Dinesh Mishra, dessen Schüler ich werden darf, um durch ihn das Mysterium der Improvisation weiter zu vertiefen. Nun bin ich auf dem Weg zwischen dem Lernen, dem selber Spielen bzw. Kreieren und ersten Erfahrungen im Lehren, wobei mir kostbare Impulse der intuitiven Improvisation von Markus Stockhausen und Gereon Müller im Umgang mit den eigenen Schülern helfen.

Der Musik-Weg scheint erst heute zu beginnen und ein Ende ist nicht in Sicht …